Kochertalbrücke – Geislingen am Kocher

Besonderheiten der Kochertalbrücke

Die Kochertalbrücke bei Geislingen am Kocher ist nicht nur deshalb etwas ganz Besonderes, weil sie die höchste Talbrücke in ganz Deutschland ist. Ihre Brückenpfeiler sind sogar die höchsten, die es bei allen Balkenbrücken auf der ganzen Welt zu sehen gibt. Es gibt aber noch eine weitere Besonderheit bei dieser Brücke, denn als sie gebaut wurde, fand man dabei Fossilien von Sauriern.

Lage der Kochertalbrücke

Die Kochertalbrücke liegt bei Geislingen am Kocher in der Gemeinde Braunsbach. Sie überbrückt das Kochertal und die darin befindliche Bundesautobahn 6 und verbindet damit die Strecke zwischen Heilbronn und Nürnberg.

Geschichtliches zum Bau der Kochertalbrücke

Die Kochertalbrücke wurde in der Zeit von 1976 bis 1979 gebaut. Der Entwurf zum Brückenbau stammte von der Wayss und Freytag AG, die sich hierbei von dem berühmten Bauingenieur Fritz Leonhardt beraten ließ. Gebaut wurde diese Brücke im sogenannten Freivorbau. Dabei handelt es sich um eine Bauweise, die besonders oft bei Brücken mit besonders großen Spannweiten angewendet wird. Zum Abstützen während des Baus wurden hier Fertigteilstreben benutzt. Noch weitere Einzelheiten zur Geschichte des Brückenbaus der Kochertalbrücke kann man im Brückenmuseum Geislingen einsehen, das 1980 eröffnet wurde. In diesem Museum gibt es auch die Baupläne und einen Film zum Brückenbau zu sehen. Seit 1985 sind im Brückenmuseum Geislingen auch die beim Brückenbau gefundenen Skelette der Saurer zu finden. Es handelt sich dabei um Dachschädlerlurche. Diese Exponate gehören eigentlich dem Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart, wurden dem Brückenmuseum Geislingen aber als Leihgabe überlassen.

Zahlenmaterial rund um die Kochertalbrücke

Der Bau der Kochertalbrücke kostete 70 Millionen DM und war trotz dieser hohen Summe damit um 40 % billiger als ursprünglich angenommen. Die Brücke ist 1128 m lang und 185 m hoch.  Die zwei außen liegenden Felder haben eine Spannweite von 81 m, die sieben innen liegenden Felder eine Spannweite von 181 m. Die 8 Pfeiler sind von 40 m beginnend bis zu 178 m hoch. Die Brücke ist vierspurig.

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